Alexis Tsipras und Pierre Laurent auf der Sommeruniversität

21. Juli 2012  Allgemein
Geschrieben von Dirk Spöri

Auf der zentralen Veranstaltung der europäischen Sommeruni sprachen unter anderen Pierre Laurenz, Vorsitzender der Europäischen Linkspartei, Alexis Tsipras, Sprecher von SYRIZA und Aurélie Trouvé von attac Frankreich.
Pierre Laurent nannte die drei wichtigsten Aufgaben für eine europäische Linke:
1. Die Kürzungspolitik und die Angriffe auf die Demokratie bekämpfen
2. Linke Kräfte länderübergreifend viel stärker einen, die Zersplitterung überwinden
3. Einen europäischen Alternativgipfel im Frühjahr 2013 in Athen und das Referendum für eine europäische öffentliche Bank bewerben.
Alexis Tsipras bremst die Euphorie nach den Wahlerfolgen von SYRIZA: “Hegemonie kann man nicht am Wahltag erreichen, Hegemonie nur in den sozialen Kämpfen entstehen”. Dafür waren und sind “neue Bündnisse in der Linken, links und rechts von SYRIZA, links von der Sozialdemokratie” nötig.
Tsipras sprach davon, daß wir uns in einem Krieg befinden. Und zwar in ganz Europa, wie die jüngste Entlassungswelle in Frankreich zeigt. Jüngstes Beispiel: heute morgen griff die Polizei nach neun Monaten Arbeitskampf ein Stahlwerk in Griechenland an. Nach neun Monaten ohne Eingreifen erfolgte praktische über Nacht in Absprache von Politik, Justiz, Polizei und Medien die Vorbereitung auf den Angriff. Tsipras kommentiert: “kein Vertrauen auf die bürgerlichen Institutionen”.
Deshalb brauchen wir nicht nur eine Kritik, sondern eine Alternative zum Kapitalismus. Ein “Sozialismus für die Zukunft, der die Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt”.
Tsipras abschließend: “Unser Erfolg wird nur ein Feuerwerk sein, das schnell vorbei ist, wenn die Linke im nächsten Jahr keine Erfolge in anderen Ländern hat. Sonst bleiben wir nur ein kleines, gallisches Dorf.”
Aurélie Trouvé nannte als wichtige Stationen der Zusammenarbeit die Konferenz in Florenz 10 Jahre nach dem ersten Europäischen Sozialforum, den europäischen Alternativgipfel im Frühjahr 2013 in Athen und das Weltsozialforum 2013 im Tunis. Sie endet mit den Worten: “Wir brauchen Ein anderes Europa, solidarisch und demokratisch!”


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